Ein Mann gegen die Zeit: Vorausblick auf „11.22.63“ nach Stephen King

James Franco und Sarah Gadon im Wettlauf gegen die Zeit; Foto: Hulu

Als achtteilige Miniserie von J.J. Abrams für den hierzulande (noch) nicht verfügbaren Streamingdienst Hulu produziert, startet die unter anderem mit James Franco und Chris Cooper besetzte Serie am 11. April auf dem deutschen FOX Channel in Original- und Synchronfassung.

Basierend auf einem Roman von Stephen King, erzählt „11.22.63“ von dem von James Franco dargestellten Englischlehrer Jake Epping, der durch einen Freund (Chris Cooper) Zugang zu einem Zeitreiseportal bekommt. Diese Möglichkeit soll er nutzen, um das Attentat auf John F. Kennedy zu verhindern. Nur lässt sich die Vergangenheit nicht gerne verändern und wehrt sich durch mitunter übernatürliche Mittel. Während Epping also im Jahr 1960 versucht, hinter die Vorbereitungen auf das geplante Attentat zu kommen, verbringt er unter anderem Zeit mit dem späteren Attentäter Lee Harvey Oswald und dessen Ehefrau und lebt sich langsam in das vergangene Jahrzehnt ein.

James Francos Umtriebigkeit als Schauspieler, Regisseur, Autor, Student und Rundum-Künstler dürfte inzwischen bekannt sein, und so lässt sich nur schwer sagen, wie viel von seiner Energie in die Rolle des Jake Epping geflossen ist und ob er den nötigen Fokus für das Projekt aufbringen konnte. Für den Darsteller bedeutet „11.22.63“ nach seinem Karrierestart mit „Freaks and Geeks“ und diversen Gastrollen wie zum Beispiel in „30 Rock“ oder seine als Meta-Performance angelegte Beteiligung an der Daily Soap „General Hospital“ eine Rückkehr ins Serienfach. Mit Josh Duhamel („Las Vegas“) und T.R. Knight („Grey’s Anatomy“) dürfen zwei weitere hauptsächlich aus Serien bekannte Darsteller in Nebenrollen beweisen, wie weit ihr Talent reicht. Die Wahl von Sarah Gadon als weibliche Hauptdarstellerin ist besonders spannend, wenn man bedenkt, dass die kanadische Schauspielerin vor allem in Filmen von David Cronenberg wie „Eine dunkle Begierde“ oder „Cosmopolis“ auf sich aufmerksam gemacht hat – ein Regisseur, der für seinen Body-Horror und psychologische Thriller bekannt ist.

Dabei handelt es sich um Elemente, die in dieser Stephen-King-Adaption bestimmt nicht zu kurz kommen. In Amerika wie auch im Fall der Serie als „11.22.63“ veröffentlicht, handelt es sich bei Stephen Kings unter dem deutschen Titel „Der Anschlag“ erschienenen Buch sozusagen um ein moderneres „Spätwerk“ des Altmeisters der Horrorliteratur. Indem er seinen bekannten Stil mit historischen Hintergründen kombiniert, erweitert der Autor den Kanon der Zeitreise-Literatur mithilfe subtiler und etwas augenfälligerer Horrorelemente.

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Stephen Kings Horror vor dem Hintergrund historischer Ereignisse. Foto: frinkiac.com

„11.22.63“ läuft ab dem 11. April jeden Montag um 21 Uhr wahlweise in originaler oder Synchronfassung auf dem deutschen Pay-TV-Sender FOX.

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