Podcast 012: „Orphan Black“ und andere Genreserien

Zuerst ein bisschen übersehen, entwickelte sich um die kanadische SF-Mysteryserie „Orphan Black“ im Laufe der vergangenen 12 Monate ein kleiner Hype. Die zweite Staffel läuft seit Mitte April bei BBC America und Space in Kanada, deutsche TV-Zuschauer können sich ab Freitag (2. Mai) um 22 Uhr auf ZDFneo ein Bild von der Serie machen. Vorher diskutiert das diesmal auf ein Trio geschrumpfte serielle Quartett, ob sie die Erwartungen erfüllen kann.

(Achtung: einige Spoiler!) Danach streifen wir noch einige andere Science-Fiction-, Verschwörungs- und ähnliche Genreserien der jüngeren Vergangenheit wie „Heroes“, „24“, „The Americans“, „Utopia“ und „Misfits“. In der Rückrunde des großen „Game of Thrones“-Clashs duellieren sich diesmal Jens Prausnitz und Marcus Kirzynowski, während Lina Kokaly die Moderation übernimmt. Nachbearbeitung, Schnitt, Intro/Outro: Jens Prausnitz.

Link-Tipps:

Hauptdarstellerin Tatiana Maslany erzählt, wie sie zu den Rollen der Klone kam und welche ihre liebste ist

…und Pons erklärt, was Maslany auf Polnisch heißt

Behind-the-scenes- und andere Videos

Das Rätsel der gleichen oder nicht gleichen Fingerabdrücke bei eineiigen Zwillingen und anderen Klonen

Interview mit der wissenschaftlichen Beraterin Cosima Herter (die auch als Vorbild für den Cosima-Klon diente)

Referenzfilme zu „The Americans“: „Ninotschka“ und „Arlington Road“

Ein Neuseeländer ist wie der andere: „Short Poppies“

5 comments

  1. Ja großartig. Orphan Black. Hat mich auch nicht vom Hocker gerissen. Am Anfang schwankte ich noch, doch dann war es für mich doch nur eine „Teenie-Serie“ Was Ihr danach besprochen habt, war wahnsinnig Interessant. Danke, war endlich mal wieder ein richtig guter Podcast. (incl. Technischen Problemen in der Mitte ;-)) Jens hat sogar noch ein (wie ich finde sehr zutreffendes) politisches Statement abgeliefert. Als ich das hörte musste ich an ein Essay denken welche ich vor ein paar Tagen lass. Von Ilija Trojanow „Der überflüssige Mensch“. Der Autor arbeitet sich in einen (sehr kurzen) Kapitel ua. an der Serie „The Walking Dead“ ab, und zieht eine parallele der Handlung dieser Serie zum Verfall unserer Gesellschaft. (Das Buch ist nur etwas für Leute die sich für Linke Literatur interessieren) Allerdings finde ich den Zusammenhang von Unterhaltungsmedien mit der aktuellen politischen Lage sehr interessant. Markus kann ich nur Recht geben, das in den letzten Monaten nichts interessantes (außer vielleicht True Detective) gestartet ist. Heute habe ich von einer kanadischen Serie Namens „Motive“ gehört. Soll ganz gut sein. Mal schauen. In der Nacht vom 01.05. auf den 02.05. wiederholt arte übrigens die HBO Europe Serie „Burning Bush – Die Helden von Prag“. Kommt gut in den Mai!

  2. Danke für die Erwähnung von Short Poppies. Wäre ich sonst nicht drauf gestoßen. FOTC hat mir auch schon sehr gefallen.
    Auch Orphan Black und Braunschlag hätte ich ohne euch nicht geschaut. Von Short Poppies, Braunschlag und weiteren kleinen Serien, die irgendwo rumlungern, liest man selten was. Gerne mehr davon, vielleicht auch einen Podcast über genau solch kleine Serien. Den Podcast zu Braunschlag muss ich mir noch anhören, wenn ich die Serie fertig geschaut habe.

  3. Ich bin ein bisschen spät dran, will aber nach dem phänomenalen S2-Finale gestern doch noch kurz eine Lanze für „The Americans“ brechen. Weiß ja nicht, wie viele Folgen ihr gesehen habt, aber der „Fall der Woche“-Eindruck legt sich mit der Zeit, zumal viele der Gastdarsteller irgendwann wiederkehren und nochmal eine Rolle spielen. In S2 erstrecken sich die beiden Hauptstorylines dann auch wirklich über die gesamte Staffel, wie man es von den meisten Kabelserien mittlerweile gewohnt ist. Qualitativ hat sich die Serie für mich im Grunde kontinuierlich gesteigert und jetzt auch noch eine so extrem spannende Ausgangssituation für S3 geschaffen, dass ich euch wirklich nur vehement widersprechen kann: Die Prämisse wird hier keinesfalls verschenkt, sondern erzählerisch für ausgeklügelte Charakter- und Beziehungsstudien genutzt, die halt erst mit der Zeit so richtig zur Entfaltung kommen. Der Fokus liegt letztendlich wesentlich weniger auf der Spionage, dem KGB, der CIA (und somit auch den vermeintlichen FdW) selbst, als vielmehr auf den Folgen und inner-/zwischenmenschlichen Konflikten, die diese Arbeit so für alle Beteiligten mit sich bringt. Und das sollte doch eigentlich auch in eurem Interesse liegen, wenn ich euch richtig verstanden habe, oder? Wenn ja, unbedingt weitergucken! Es lohnt sich wirklich.

    1. Das passt doch zu meinem ersten Eindruck (habe bisher nur den Piloten gesehen) und freut mich zu hören – ich fand die Prämisse der Serie auf Anhieb deutlich spannender als die von HOMELAND. Vielen Dank für die gebrochene Lanze!

      Was zweite Staffeln angeht, scheint sich dort ja die Spreu vom Weizen zu trennen, wie man leider bei BATES MOTEL erleben musste, die es tatsächlich geschafft haben das in der ersten Staffel entwickelte Potential komplett in den Sand zu setzen. Nach drei Folgen (oder waren es sogar nur zwei?) hatte ich jegliches Interesse eingebüßt.

      1. Was „Bates“ angeht, muss ich dir leider zustimmen. Ich hab mich durch die zweite Staffel echt durchquälen müssen und eigentlich nur wegen der beiden Hauptdarsteller durchgehalten- sehr schade. Auf „Homeland“ könnte man die 2.Staffel-These im Grunde ja auch anwenden oder zumindest auf deren zweite Hälfte.

        In „The Americans“ wollte ich noch mal reinschalten, jetzt, wo es ja tatsächlich auf einem Free-TV-Sender läuft, den ich auch empfangen kann. 🙂

        Marcus

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