Im Rahmen des umbenannten Kölner Film- und Fernsehfestivals erlebte am gestrigen Mittwoch die britische Miniserie „National Treasure“ ihre Deutschlandpremiere, die gerade erst auf Channel 4 zu Ende ging. Kultstar Robbie Coltrane zeigt in der Rolle eines TV-Comedians unter Vergewaltigungsverdacht, dass er nichts von seiner Präsenz verloren hat.

Für das aktuelle „Goldene Serienzeitalter“ werden immer wieder die gleichen Beispiele angeführt: „Breaking Bad“, „Mad Men“, vielleicht noch „Homeland“. Aber auch abseits von HBO, AMC und Showtime gibt es Überraschungen zu entdecken, im Network-TV, bei kleineren Sendern oder in Europa. Heute: ein perfektes Beispiel für eine fesselnde Networkserie, wie sie heute nicht mehr gedreht wird.

Viel schlimmer als der vorhergegangene „Star Trek“-Kinofilm „Into Darkness“ konnte es eigentlich nicht mehr werden. Denn der war je eher ein misslungenes Remake von „The Wrath of Khan“ als ein neues eigenständiges Trek-Abenteuer. Jetzt hat sich mit Justin Lin ausgerechnet der Regisseur der „Fast and Furious“-Actionfilmreihe des Franchises angenommen.

Gestern gab die Emmy-Academy ihre Nominierungen für die diesjährige Runde des wichtigsten US-Fernsehpreises bekannt, darunter hauptsächlich die üblichen Verdächtigen. Und mancheR SchauspielerIn wurde für jede Rolle nominiert, bei der sie nicht schnell genug auf dem Baum war (Laurie Metcalf). Zeit für eine alternative Liste von Serien und Schauspielern, die eine Auszeichnung mindestens genauso verdient hätten.

Geht doch, ARD. Nach dem auf gleich mehreren Ebenen schauerlichen Auftakt des Dreiteilers über den NSU hatte ich arge Bedenken, ob dabei noch etwas Gutes herauskommen könnte. Der gestern Abend gezeigte Abschlussfilm bewies aber, dass man mit fähigen Drehbuchautoren auch aus einem noch längst nicht zu Ende ermittelten realen Kriminalstoff einen sehenswerten Fernsehfilm machen kann.