Podcast 005: „Weissensee“ und die fehlenden Fanangebote

Am Dienstag (17. September) geht es im Ersten endlich mit „Weissensee“ weiter – nach einer gefühlten Ewigkeit. Ist der Überraschungserfolg von 2010 wirklich ein mutiger Schritt hin zu besseren deutschen Serien? Wie gelungen ist die zweite Staffel?

Und warum gibt es im Internet zu dieser und den meisten anderen deutschen Serien so wenige begleitende Angebote – ganz im Gegensatz zu den allseits gefeierten US-Serien? Das diskutiert das serielle Quartett Jens Prausnitz, Lina Kokaly, Jens Mayer und Marcus Kirzynowski und unterzieht die interaktiven Möglichkeiten für Serienfans einem Elchtest. Nachbearbeitung, Schnitt, Intro/Outro: Jens Prausnitz

Link-Empfehlungen:

Fragen an Serienschöpferin Annette Hess

Jens Prausnitz über die zweite Staffel und die Berlinale-Premiere von „Weissensee“

„Lindenstraße“-Forum

Webportal der „Lindenstraße“

Fans befragen „Game of Thrones“-Autor Bryan Cogman

Fanseite zu „Ein Lied von Eis und Feuer“

Rajko Burchardt rezensiert deutsche TV-Filme und bloggt

Schöne deutsche Fanseite zu „Northern Exposure“/“Ausgerechnet Alaska“

16 comments

  1. Ein paar weitere kritische Stimmen zum Deutschen Fernsehen sind mir im „Geifer des Gesprächs“ verloren gegangen, die ich auf diesem Wege nachreichen möchte:

    1) Peer Schader, dessen „Fernsehblog“ bei Christian Ulmen eine neue Heimat gefunden hat, wofür man diesem gar nicht genug danken kann: http://www.ulmen.tv/fernsehblog
    2) Natürlich der Stefan Niggermeier: http://www.stefan-niggemeier.de/blog/
    3) http://fernsehkritik.tv/
    4) Neuerdings das „Hoff zum Sonntag“ auf DWDL: http://www.dwdl.de/hoffzumsonntag/

    Weitere Tipps sind natürlich willkommen 🙂

  2. Riesenkompliment an diesen Podcast! Gerade die Symbiose aus journalistischer Aufarbeitung und engagiertem Fan-Sein macht den Reiz eurer Podcasts aus.

    1. Ein paar weitere Links zu weiteren Fernsehkritikern:

    http://www.spiegel.de/thema/spon_diez/ — Georg Diez, einer der Kolumnisten von SpOn, der sich immer wieder zur deutschen Film- und Fernsehwirklichkeit äußert.

    http://fernseherkaputt.blogspot.de/ — Ein interessantes Blog zum Thema Fernsehen, dessen Macher aber eher die intellektuelle Schiene fährt.

    http://www.youtube.com/user/walulissiehtfern — „Walulis sieht fern“. Sollte natürlich jeder kennen.

    2. Bekannten Serienautoren: Da ihr immer wieder „Im Angesichts des Verbrechens“ und „KDD“ genannt habt, sollte man als Fan die Namen Ralf Basedow und Orkun Ertener eigentlich immer parat haben. Auch die Autorin vom „Tatortreiniger“, wobei sie unter Pseudonym schreibt und damit wohl er nicht auf Öffentlichkeit aus ist. Ggf. auch Bora Dagtekin, den Autoren von „Türkisch für Anfänger“.

    Ansonsten habt ihr völlig Recht: Drehbuchautoren sind in der deutschen Öffentlichkeit nicht präsent. Viele Menschen wissen nicht einmal, dass Filme und Serien auf soetwas wie Drehbüchern basieren. Traurig, aber wahr. Es sind eben die Schauspieler, die sich die Dialoge ausdenken. Bezogen auf die breite Masse in den USA oder England sind aber auch dort Drehbuchautoren unbekannte Wesen.

    3. Aktive Fanbegleitung: In Deutschland gibt es durchaus Fans, die ihre Lieblingsserien Multimedial rege begleiten, siehe Fanforen zur „GZSZ“ oder „Sturm der Liebe“. Aber da habt ihr wiederum Recht: Eine echte und große Fanbase können nur langlebige oder besondern herausfordernde Serien aufbauen. Neben „Stromberg“ hat derzeit nur „Der Tatortreiniger“ als einzige deutsche Qualitätsserie eine echte Fanbase. Würde die Serie regelmäßig und auf einem prominenteren und zeitlich humanen Sendeplatz läufen, wäre „Der Tatortreiniger“ noch weitaus bekannter. Aber genau das will die ARD ja nicht!

    Ansonsten – welche Serien schaffen es den überhaupt, sich eine treue und aktive Fangemeinde aufzubauen? Das sind doch vor allem Serien, die sich an ein jüngeres, heutzutage internetaffines und ein halbwegs gebildetes Publikum richten. Zudem haben diese Serie Figuren (skurril, ambivalent, komplex) und Plots (unvorhersehbar und wendungsreich), die die Zuschauer auch über das reine Sehen hinaus ganz offensichtlich mächtig (weiter-)beschäftigen. Alles Elemente, die die meisten deutschen Serien schlichtweg nicht bieten. Worüber soll man sich denn bei „Um Himmels willen“, „In aller Freundschaft“, „Der Bergdoktor“ oder den Schema-F-Krimis denn aufregen, außer, dass dieser Käse überhaupt läuft?

    Während die neuen, horizontal erzählten US-Qualitätsserien – früher noch „Twin Peaks“ und „Akte X“ – geradezu wie prädestiniert sind für eine aktive Fanbegleitung, sind die erfolgreichsten deutschen Serien (inkl. der 0815-Krimis) Berieselungsserien für passive Zuschauer. Oder anders ausgedrückt: Begleitendes Fernsehen vs. betreutes Fernsehen!

    5. Austausch mit den Serienmacher: Das bentwortet auch zugleich eure Frage, weshalb in Deutschland kein permanenter, wie auch immer gearteter Austausch zwischen den Serienmachern und „dem“ TV-Konsumenten über die Serieninhalte stattfindet. Das wird gar nicht gewollt. Die deutschen TV-Macher setzen auf den passiven, trägen, sich berieseln lassen wollenden Zuschauer, der einschaltet, um abzuschalten, ohne die Inhalte, die er geboten bekommt, auch nur ansatzweise zu hinterfragen. Wer das nicht glaubt, soll sich folgendes, kurzes Video ansehen. Besonders der Beginn ist in seiner Erhlichkeit sehr entlarvend: http://www.youtube.com/watch?v=LV1q4mqP9y4

    …Fortsetzung folgt.

    1. Danke für das Lob!

      Was die deutschen Serienautoren angeht: Ja, wir kennen Basedow, Dagtekin und Ertener natürlich. Letzteren hab ich sogar schon mal interviewt. Ich hab bei der Aufzeichnung auch mehrmals „Günther Schütter“ dazwischen gerufen, den zweiten großen Dominik-Graf-Stammautor, der neulich auch den hervorragenden Matthias-Brandt-Polizeiruf um die prügelnden Polizisten geschrieben hat, aber das ist wohl der Schere zum Opfer gefallen :).

      Marcus

    2. Vielen Dank! Für das Lob, und noch mehr für deinen nächsten fantastischen, detaillierten Kommentar. Wenn mal wer bei uns im Quartett krank wird, kannst du gerne die „erste Geige“ übernehmen!

      Wenn Walulis, dann muss ich Kalkofe erwähnen: http://de.screen.yahoo.com/kalkofe/
      Die Boshaftigkeit eines Charlie Brooker erreichen beide allerdings nicht mal zusammen, geschweige denn dass man ihnen erlaubt eine Serie wie BLACK MIRROR aus der Taufe zu heben. Man stelle sich da mal bei uns vor, der WIXXER in Serie? Hm, warum eigentlich nicht…

      Was öffentliche Präsenz angeht, überschlägt sich ja gerade die Crew, und nahezu der ganze writers room von BREAKING BAD auf Twitter – inzwischen sind (außer Gilligan) so ziemlich alle dort unterwegs, und was die dort abfackeln, ist besser als jedes „second-screen“ Angebot (den Teil habe ich aus dem Podcast geschnitten, lieber Marcus – da kommen wir in einem anderen Podcast in ferner Zukunft zurück) – ganz großartig der Tweet von der Cutterin Kelley Dixon (die jetzt THE WALKING DEAD schneidet), und sich am 2. September, während gerade BREAKING BAD lief während der Arbeit bei AMC erkundigte, ob das jetzt als ihre „two screen experience“ zähle. Ganz großartig. Und man kann ihnen auf diesem Wege gratulieren, Fragen stellen… das kriegt eine Unmittelbarkeit, die Spaß macht. Da haben wir sehr hohen Nachholbedarf. Unsere Fans der Ami-Serien (mich eingeschlossen) sind ja aufgrund nicht existierender hiesiger Angebote dort unterwegs. Hierzulande macht mir nur moviepilot.de Spaß, aber auch dort ist noch ordentlich Luft nach oben.

      Bleiben wir dran!

  3. @ Torrent: Gern geschehen.

    @ Jens: Vielen Dank für das Lob – und das Angbot 🙂

    Charlie Brooker kenne ich noch nicht, werd’s aber gleich abändern.

    Den „Wixxer“ als Serie zu bringen, ist ne geile Idee. Das wäre dann ein echtes Fanprojekt, das auch genügend Aufmerksamkeit auf die Mechanismen im hiesigen TV-Geschäft richten würde, da Kalki mit seiner Meinung nicht hinterm Berg hält. Allerdngs befürchte ich, dass Kalki für viele Senderchefs längst eine persona non grata ist.

    6. Kritik seitens der Kreativen: Ihr habt Recht damit, dass klare, öffentliche Kritik mit Klarnamen z.B. von Drehbuchautoren hierzulande einem beruflichen Todesurteil nahekommt. Man munkelt schon seit geraumer Zeit, dass Sender Schwarze Listen für „schwierige“ Autoren (und Regisseure) führen, wobei als „schwierig“ diejenigen gelten, die ihre Vision von einer kantigen, unverfälschten Geschichte gegen ein belangloses Verwässern seitens des Senders verteidigen. Beweisen wird man so etwas nicht, außer irgendein Redakteur plaudert Interna aus.

    Hier sich ein Zusammengehen von aktiven Fernsehzuschauern und Drehbuchautoren zum Schutze der Geschichten zu wünschen, ist eine schöne, wohl aber eher eine unrealistische Vorstellung. Leider!

    7. Konstruktive Kritik: Einen (zentralen) Ort mit ausreichend kritischer Masse zu haben, wo man das hiesige TV nicht nur basht, sondern auch konstrultive Kritik äußert, um etwas zu bewegen, ist sehr wünschenswert. Nur befürchte ich, dass das nichts bringt. Es gibt ja schon Berufsverbände wie den der Drehbuchautoren und Regisseure, die auch öffentlich gegen die Degetoisierung des ÖR-Programms protestiert haben und mit Sicherheit auch gute Lösungsvorschläge parat hätten. Jedoch, hat sich seitdem was geändert?

    Solange an der Spitze des ZDF Menschen sitzen, die die debilen Rosamunde-Plicher-Schmonzetten zynisch als „Herzkino“, die seichte und harmlos-selbstgefällige Pseudosatire „Lerchenberg“ als mutig und die Verplichtung von Inka Bause für einen belanglosen Nachmittags-Talk als innovativ bezeichnen, wird sich nichts ändern. Nicht zu vergessen das Schönreden des geschichtsrevisionistischen „UMUV“ und das arrogante Erbarmen, den GEZ-Zahlern für Ende 2014(!) ein „deutschen“ Breaking Bad zu präsentieren.

    Die gleiche Arroganz herrscht auch an der Spitze des ARD vor.

    Aber doch, man kann es ja mit konstruktiver Kritik versuchen.

    1. Tipp zu Charlie Brooker – einmal „Screenwipe“, da findest du auf youtube sehr viel Material: http://www.youtube.com/watch?v=5ss-6F0h6uY – sowie „How to watch television“: http://www.youtube.com/watch?v=BsVeO1NO4qA und seine Serie BLACK MIRROR, das was von TWILIGHT ZONE hat. Unübertroffen finde ich die erste Folge „The National Anthem“

      Kalkofe macht einen dritten WIXXER Film, als Serie wird das niemand anpacken. Ein neues Format hat sowieso keine Chance, wenn dann nur bei Tele5, nur darf es dann „nichts kosten“.

      Die schwarzen Listen sind keine Fiktion (waren ja sogar in LERCHENBERG drin), werden wohl nur „im Kopf“ geführt, nicht im Rechner (liebe NSA, korrigiert mich, wenn ich da falsch liege – und damit ihr auch ja mitlesen tut: Bombe! Bahnhof! Terror! Bitte, danke). Ich steh z.B. auf so einer beim BR und damit verbunden auch beim FFF Bayern, beim ZDF weiß ich es noch nicht, die „Entscheidung“ darüber steht wohl noch aus, die Anzeichen (Warteschleifen) sprechen allerdings bereits dafür. Ich schreib da in Kürze noch was zu, denn zu verlieren habe ich damit nichts mehr im „klassischen Filmfördersystem“. Für alles andere als Crowdfunding bin ich tot, und das ist genau der Weg, den ich einschlagen werde. Mir bleibt ja auch nichts anderes übrig.

      Beim Crowdfunding gibt es immerhin die Möglichkeit Publikum und Macher miteinander in Kontakt zu bringen – es liegt an uns sowohl die Aufmerksamkeit dafür zu erhöhen, als auch Verbesserungsvorschläge zu machen, wie man die Infrastruktur verbessern könnte. Wenn man die online-communities, screen-pitch.com und startnext.de zusammen brächte, hätten wir es doch.

      Die Kritik darf derweil natürlich nicht abreißen, denn sonst machen die mit unserem Geld weiter, was sie wollen – ihre Pensionskassen zu füllen nämlich. Es muss sich nur rumsprechen. Also: Weitersagen. Und zwar so, dass es Spaß macht und besser unterhält, als das, was uns die ÖR anbieten. Lass uns mal was auf die Beine stellen.

      1. Dank für die Links und Tipps zu Brooker.

        Es ist auf jeden Fall löblich (und wohl notwendig), wenn sich Leute außerhalb der gängigen Strukturen organisieren und nach Geldgebern suchen. Das kann man nur unterstützen. Hoffentlich findet sich auch die notwendige kritische Masse an Geldgebern, da man nicht ständig unter selbstausbeuterischen Bedingungen arbeiten kann. In deinem Fall ist es wohl tatsächlich die einzige Möglichkeit. 🙁

        Krass fand ich den Fall von Orkun Ertener, dessen Frust in einzelnen Interviews richtig durchschien, der aber alles vermied, um nicht im Unfrieden mit dem ZDF auseinander zu gehen.

    2. Zumindest machte der neue ZDF-Programmdirektor Himmler neulich bei „log in“ einen besseren Eindruck als zuvor sein Intendant Bellut. Ersterer scheint sich zumindest auszukennen, was international so im Fictionbereich läuft, während letzterer sich irgendwann zu „Derrick“-Zeiten aus dem aktuellen Geschehen verabschiedet zu haben scheint. Er macht halt TV für die Generation 60+, gemein könnte man auch sagen Generation ZDF. Seine erste Antwort aus dem von dir verlinkten Video ist da wirklich sehr bezeichnend, was seine Haltung gegenüber dem Medium und seinen Zuschauern angeht.

      Vielleicht findet Himmler ja für seine Miniserie irgendwo bei You Tube die deutsche Lena Dunham, mal abwarten.

      1. Habe beide Sendungen, die mit Bellut und die mit Himmler, gesehen. Bellut ist Beratungsresistent und will am liebsten am bequemen status quo des Seniorenfernsehens festhalten. Himmler schien offener für Kritik. Zumindest hat er „Forstaus Falkenau“ und „Der Landarzt“ auslaufen lassen. Aber auch er ist ein Kind des ÖR-Rundfunks und im Zweifelsfall wird er echte Innovation dem Erhalt seines sechsstelligen Gehalts opfern.

      2. Meine Eltern sind Generation Ü60, und für die macht auch Bellut kein Programm. Wer heute über 60 ist, der ist mit Antonioni, Coppola und Co. im Kino(!) aufgewachsen – die Zielgruppendebatte ist und war nie etwas anderes, als eine Scheindebatte: http://radar.oreilly.com/2013/09/demographics-are-dead-the-new-technical-face-of-marketing.html Selbst wenn meine Eltern nicht repräsentativ sein mögen, sie gucken begeistert BREAKING BAD, MAD MEN, SIX FEET UNDER und GAME OF THRONES, den Tipp zu KOMMISSARIN LUND habe ich im Gegenzug von ihnen bekommen. Man gibt sich mit Durchschnitt zufrieden – einen Stoff zu überarbeiten, heißt bei uns nicht ihn zu verbessern, einzigartig zu machen, sondern den Wiedererkennungswert zu erhöhen; der Tod eines jeden Formats.

        Tja, und Himmler? Der darf sich gar nicht erlauben eine neue Lena Dunham zu suchen. Logisch wäre es Lena Dunham einzukaufen, und ihr Deutsch beizubringen. Was die Innovation angeht, führt uns auch Himmler zurück auf die Alm: http://www.dwdl.de/nachrichten/42519/zdf_holt_bergdoktor_und_soko_leipzig_zurueck/

        Dabei hat Jan Böhmermann (und das Team der „Bild und Tonfabrik“) so schöne neue Formate im „NEO-Magazin“ vorgestellt: http://www.youtube.com/watch?v=6ehpsx16HUQ – ganz wunderbar die im Schnelldurchlauf versteckten Brüller wie „Himmler’s Helfer“ – schade, dass man das „NEO-Magazin“ nicht ins Hauptprogramm packen wird, nach der „Heute Show“ zum Beispiel.

        1. Der Wiedererkennungswert besteht dann aber in der allseits gewollten Vorhersehbarkeit der Stoffe, der Dramaturgie und der immer gleichen Bildsprache und Ästhetik. Schon auch deshalb „fühlen“ sich deutsche Serien und TV-Filme gleich an.

          Was die ganzen Studien zum TV-Komsumverhalten immer wieder ermitteln, ist, dass es ganz bestimmte Schichten von Vielsehern gibt, die den größten Einfluss auf die Quotenmessung haben. Diese Vielseher machen zahlenmäßig zwar weniger als 50% aller Fernsehzuschauer aus, ihr Fernsehkonsum ist dafür umso „bemerkenswerter“. Für diese Leute wird das Programm gemacht. Randgruppen mit alternativem Geschmack bleiben da außen vor, müssen aber trotzdem zahlen.

          Himmler, Bellut, Herres und Co. entlarven sich und ihr Programm ja ungewollt immer wieder selbst, wenn sie von einem deutschen „Breaking Bad“, „Two and a half Men“ oder „Big Bang Theory“ sprechen. Als TV-Macher sollte man um den Wert guter originärer Stoffe bescheid wissen.

          Ansonsten täten ARD und ZDF tatsächlich gut daran, frische und jugendliche Formate aus den Digitalkanälen und Drittsendern ins Hauptprogramm zu holen. Dass man es nicht tut, sagt eigentlich alles.

  4. Kleine Ergänzung von meiner Seite: Weissensee-Produzentin Regina Ziegler hat bei den „Serial Lectures“ auf dem Internationalen Medienkongress in Berlin in den Raum geworfen, dass sie sich nach der 3. Staffel auch eine Art „Next Generation“ vorstellen könnte. Zudem sei sie sich sicher, dass es einen Weissensee-Kinofilm geben werde… Wie auch immer man nun dieses „sicher“ interpretieren soll.

    1. Und das schreibt Frau Ziegler alles selbst, oder wie soll man sich das vorstellen? Die dritte Staffel ist noch nicht mal geschrieben, da denkt man bereits über ein Reboot und einen Kinofilm nach? Drei Baustellen auf einmal, na das kann eine Autorin/Schöpferin doch gar nicht mehr alleine gewährleisten. Also für mich klingt das mehr wie eine öffentlich ausgesprochene Drohung, als nach „wirklich“ in Entwicklung befindlichen Konzepten. Das ist wohl eher der Beginn des Ringens um die Deutungshoheit der Marke WEISSENSEE… traurig.

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