„Mad Men“ s5 e08: „Lady Lazarus“

Überraschende Entscheidung: Megan (r.) verabschiedet sich von ihren Kollegen; Foto: AMC

Inhalt: Pete stürzt sich in ein weiteres amouröses Abenteuer. Megan nimmt heimlich an einem Vorsprechen für ein Theaterstück teil und wird sich dadurch darüber klar, dass ihr die Schauspielerei mehr Spaß macht als es das Werbetexten je tun wird.

Bewertung: Was sich in der vergangenen Episode über Megans Einstellung zu ihrem neuen Beruf bereits andeutete, wird nun zur Gewissheit: Sie findet darin keine wirkliche Befriedigung, bereut, ihre alte Leidenschaft fürs Schauspielen nicht weiter verfolgt zu haben. Don reagiert auf ihr Bekenntnis weniger enttäuscht, als man hätte erwarten können. Wieder zeigt sich, dass er sie als Person mit eigenen Zielen und Bedürfnissen ernster nimmt als früher Betty, deren Modelkarriere er wie selbstverständlich als beendet betrachtete, sobald sie verheiratet waren. Megan hingegen ermutigt er, ihre Träume nicht für ihn aufzugeben, auch wenn sie, was das Texten angeht, ein großes Talent ist. Weniger verständnisvoll reagiert Peggy, die selbst zu hart für ihre derzeitige Position gekämpft hat, um Megan nachsehen zu können, dass sie ihre Chance leichtfertig ausschlägt – während Andere für deren Job töten würden.

Etwas überflüssig plätschert der zweite Handlungsstrang um Petes Seitensprung vor sich hin. Er bietet nichts wirklich Neues, sondern lediglich eine wenig originelle Wiederholung des Immergleichen – auch wenn er verdeutlicht, dass Pete in seiner verzweifelt wirkenden Suche nach sexuellen Abenteuern dem früheren Don zunehmend ähnlicher wird. Während Don selbst durch seine Ehe mit Megan (vorerst?) tatsächlich ein „neuer“ Mensch geworden zu sein scheint.

Der Zeitgeist hat ihn inzwischen allerdings längst überholt, was sich diese Woche durch sein Unverständnis gegenüber moderner Popmusik äußert. Tatsächlich hat der Beatles-Song „Tomorrow Never Knows“, den er am Ende der Folge auflegt, rein gar nichts mehr mit den einfachen, beschwingten Liedern gemein, die bisher so typisch für den Soundtrack der Serie waren.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.