„Falling Skies“ S1 E3: Prisoner of War

Unerwartetes Wiedersehen: Tom Mason trifft auf seinen Bekannten Dr. Michael Harris; Foto: TNT

Gaststar: Steven Weber („Studio 60 on the Sunset Strip“)

Handlung: Tom, Hal und einige Kameraden ziehen los, um Toms Sohn Ben aus den Händen der Skitters zu befreien, aber Mike vergisst das Missionsziel, als er seinen eigenen Sohn unter den Gefangenen entdeckt. Tom gelingt es, einen der Aliens als Gefangenen zu nehmen. Währenddessen versucht ein wieder aufgetauchter Kollege seiner verstorbenen Frau, Dr. Michael Harris, mit einer neuen Methode den bewusstseinskontollierenden Parasiten vom Nervensystem des Befreiten zu trennen.

Kritik: Ich scheine damit so ziemlich alleine zu sein, wenn die Kommentatoren bei diversen deutschen Serienportalen und Foren annähernd repräsentativ sind, aber mir gefällt die Serie bisher. Auch in der dritten Folge sind die Actionszenen spannend inszeniert und lassen tricktechnisch nichts zu wünschen übrig. Daneben bleibt genug Zeit für zwischenmenschliche Konflikte und leisere Momente, auch wenn diese manchmal zu schwülstig ausfallen. Die erste Gefangennahme eines Aliens sorgt für neues dramatisches Potential. Einziger großer Minuspunkt dieser Folge: der Patriotismusfaktor fällt etwas zu hoch aus. Mussten an den Mauern der Schule unbedingt bedeutende Politiker der US-Geschichte plus dem amerikanischen Adler als Gemälde verewigt sein? Andererseits: Tom Mason spricht am Ende davon, dass die Überlebenden es denen, die es nicht geschafft haben, schulden, bessere Menschen zu werden. In „Postman“ hätte der Held wahrscheinlich gesagt: „…die USA wieder aufzubauen“.

Bewertung: 4 von 6 Sternen

6 comments

    1. Weil es um das Überleben der Menschheit geht und nicht um das Fortbestehen der „amerikanischen Nation“ oder der USA. Außerhalb der USA wirkt dieser aufdringliche Patriotismus in solchen Filmen und Serien immer furchtbar fehl am Platz (vgl. z.B. „Independance Day“ und „Postman“).

    1. Ja, natürlich spielt sie in den USA, aber ausgelöscht wurde ja der Großteil der gesamten Menschheit, nicht nur der Amerikaner. Wieso müssen die Protagonisten also ständig an patriotische Gefühle appellieren, um sich für den Kampf gegen die Aliens zu motivieren? Reicht das Überleben der Menschheit insgesamt als Motivation nicht?

      Szenen wie die Schlussszene von Episode 4, wo aufs Plakativste der christliche Glaube hoch gehalten wird, würden in einer Serie, die in jedem beliebigen anderen zivilisierten Land produziert würde, auf Produzenten wie Zuschauer einfach nur lächerlich wirken (und deswegen gar nicht erst gedreht werden). Nur in Hollywood denkt man sich nichts dabei, seinem Publikum solche Botschaften mit dem Holzhammer vermitteln zu wollen.

      Im Übrigen soll torrent kein links-alternatives Magazin werden, aber durchaus eines, in dem auf gesellschaftliche Aspekte eingegangen wird, wo es passt. Kunstformen stehen ja nicht im luftleeren Raum, auch TV-Serien nicht.

  1. Tatsächlich? Ich fand das überhaupt nicht lächerlich. Im Gegenteil, ich halte das für eine wertvolle Botschaft, die man gar nicht oft genug wiederholen kann. Ich selbst wurde so erzogen, und das hier im zivilisierten Deutschland.

    Auf „gesellschaftliche Aspekte“ kann man übrigens so oder so eingehen, je nach Standpunkt. So könnte man zum Beispiel auch die Propagierung von Promiskuität ankreiden, die man in so vielen anderen Serien am laufenden Band vorgesetzt bekommt. Aber dazu kommt wahrscheinlich nichts. Bisher habe ich schon das Gefühl, dass ihr, ob bewusst oder unbewusst, eher das Lager der taz-Leser ansprechen wollt. Das ist ja in Ordnung, dafür gibt es bestimmt ein Publikum. Ich gehöre leider nicht dazu.

  2. Zu Punkt 1 noch: Nein, ich denke tatsächlich, patriotische Gefühle (und der Glaube) wären das erste, das in solch einer Situation wiedererwachen, bzw. erstarken würde. Das unmittelbare Umfeld ist einem immer am nächsten, vor allem wenn man keinen Kontakt zum Rest der Menschheit mehr hat. Das beweisen viele reale Krisensituationen überall auf der Welt.

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